IM KELLER
REGIE: Petra Dobetsberger
Was sagen Sie zu Jugoslawien? Furchtbar, nicht? So nah is das, und man kann nix machen. Naja, am ärmsten sind ja die Kinder. Wir haben da unlängst diskutiert in unserem Bekanntenkreis, da wollt ich Sie auch fragen: Wo fahren Sie lieber, Südautobahn oder Westautobahn? Also, ich fahr viel lieber Südautobahn, da sind viel mehr Kurven, das ist gleich ganz etwas Anderes… und die Landschaft ist auch schöner. Wissen Sie, ich tät gern am Land leben. Da fressen sie das Grammelschmalz hinein bis zum Gehirnschlag, und trotzdem sind sie irgendwie glücklicher wie wir. Das Beste gegen Depressionen ist übrigens tibetanischer Obertongesang. Wissen Sie, irgendwie ist alles so enttäuschend. Die Ehe, die Kinder, die Akropolis… das Leben verliert so dadurch, dass man es kennenlernt.
Ein Werbetexter will den selbstgebastelten Atombunker seines Vaters in ein Kreativzentrum mit Sauna und Solarium umbauen und verwickelt sich dabei mit einem imaginären Handwerker in eine zweistündige und einseitige Diskussion. Am Ende ist er in eine Abdeckfolie aus Plastik eingewickelt – will nie mehr hinaus und hat auch keine Worte mehr.
…Er zertrümmert Kabarettgewohnheiten, gännt sich und den Besuchern keine Pause, damaskiert sich und sein Publkum, zerrt unsere verleugnetetn Schattenseiten auf die Bühne und führt unseren Schweinehund äußerln. Das ist fast nicht mehr großes Kabarett – das ist schon Welttheater in der Nußschale… (Erich Demmer, ARBEITERZEITUNG)
Eigentlich geht es um den Faschismus in uns allen, außerdem war´s ziemlich witzig. (Josef Hader)